Autor Thema: Motorrad-Batterien / Ladegeräte  (Gelesen 10184 mal)

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Offline Markus

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Motorrad-Batterien / Ladegeräte
« am: 30. Januar 2010, 02:13:24 »


Unterhalt von Motorradbatterien

Was verursacht den Alterungsprozess und Leistungsabfall einer Motorradbatterie?

Eine Motorradbatterie sollte im Idealfall jederzeit voll geladen sein. Die Leistung einer Motorradbatterie nimmt in dem Masse ab wie die Sulfatisierung ihrer Bleiplatten zunimmt. Die Sulfatisierung ist eine Kruste, die sich ab Einfüllen der Batteriesäure auf den Bleiplatten bildet. Dort wo sich diese Kruste auf der Bleiplatte gebildet hat, kann es keine chemische Reaktion mehr geben, die Batterie wird lahm. Je stärker und je länger eine Batterie in entladenem Zustand verbleibt, umso stärker und umso schneller verbreitet sich die Sulfatisierung. Trotz optimaler Wartung kann man den Sulfatisierungsprozess einer Bleibatterie nicht stoppen - nur verlangsamen.

Mit wieviel Strom dürfen Sie eine Motorradbatterie laden ?

Grundsätzlich sollte man einer Motorradbatterie nicht mehr als einen Zehntel ihrer Kapazität als Ladestrom zuführen. Um das ganze Sortiment abzudecken haben die meisten Ladegeräte für Motorradbatterien einen Ladestrom von weniger als 1 Ampere. Bei grösseren Batterien dauert das Laden einfach ein bisschen länger. Aber zuviel Ladestrom schadet der Batterie und verkürzt ihre Lebensdauer.

Welche Ladegeräte eignen sich für GEL-, SLA- und Bleisäure-Motorradbatterien ?

Bitte beachten Sie: GEL- und SLA-Motorradbatterien dürfen maximal bis 14,4 Volt geladen werden. In der Regel sind technisch einfache Ladegeräte um die Fr. 50 die beste Wahl. Vorbildlich ist ein Ladegerät mit  IU-Kennlinie. Der Strom von weniger als 1 Ampere sinkt in der letzten Phase der Ladung stetig ab bis zum Erreichen der Ladeschlussspannung von etwa 14 Volt. Von nun an wird nur noch die Kapazität ersetzt, welche die Batterie durch Selbstentladung verliert. Man nennt das Erhaltungsladung. Ein solches Ladegerät kann permanent an der Batterie angeschlossen bleiben. Es gibt verschiedene Anbieter solcher Ladegeräte. Wir führen beispielsweise das ANSMANN ALCS 2-24A. Ein Ladegerät sollte möglichst auch kurzschluss- und verpolsicher sein.

Ungeeignete Ladegeräte für GEL- und SLA-Motorradbatterien

Battery-Conditioner und Battery-Refresher simulieren Lade- und Entladevorgänge und werden auch für Motorradbatterien angepriesen. Solche Ladegeräte sind insbesondere für GEL- und SLA-Typen oft tödlich. Es fehlt fast immer der Hinweis auf den Unterschied zwischen einer Traktionsbatterie, die relativ tief entladen werden kann, und einer Starterbatterie, die nur im obersten Ladebereich entladen werden darf. Generell ist jedes Ladegerät mit Funktion "Entladen" für Motorradbatterien unnötig und riskant. Wird eine solche Batterie zu tief entladen, geht sie kaputt.

Welchen Service brauchen Motorradbatterien im Winter ?

Wenn Sie ein Ladegerät mit Erhaltungsladung besitzen, lassen Sie es bei längeren Standzeiten des Motorrads permanent an der Batterie angeschlossen. Die Stromkosten für einen Winter sind nur ein paar Rappen und die Batterie wird es Ihnen danken. Bei einem Ladegerät, das bei Erreichen der vollen Ladung nicht von selbst abstellt, sollten Sie die Batterie jeweils nach 2-3 Monaten nachladen (bis maximal 14,4 Volt). Bei längeren Standzeiten des Motorrads und ohne Ladegerät sollten Sie zumindest das Minuskabel der Batterie abhängen
um einen Kriechstrom zu verhindern.

Quelle













« Letzte Änderung: 03. Februar 2017, 03:36:09 von Markus »
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